#flattenthecurve

Wir schreiben das Jahr 2020. Das COVID-19-Virus breitet sich auf der Welt aus und stürzt uns wirtschaftlich wie gesellschaftlich in eine große Krise. Ein wirtschaftlicher Lockdown, Ausgangssperren und die Vermeidung von sozialen Kontakten verändern unser Leben schlagartig.

 

In diesem Langzeitprojekt dokumentiere ich den besonderen Alltag der Krise beginnend mit dem 16. März 2020. 

Leere.

Social Distancing.

Parks und Spielplätze sind geschlossen. Das Verweilen auf öffentlichen Bänken ist untersagt.

Das Fensterbankerl erlebt eine Renaissance. Das Fenster als Tor in die Welt. Viele Haushalte tauschen mit einem "Corona-Lift" Gegenstände aus.

GesundheitsexpertInnen empfehlen mehrmals täglich für 30 Sekunden die Hände zu waschen.

Verbotene Corona-Partys.

Viele backen ihr eigenes Brot. Der Germ ist in den meisten Geschäften ausverkauft.

Einkaufsliste im Wald.

Dahamas. Haustralien. Sofambik. Bettland. Kloronto. Balkongo.

Die Nachbarschaft rückt näher. Neue Freundschaften entstehen, Sammeleinkäufe werden organisiert, Lebensmittel werden verborgt und es wird füreinander gekocht. Der Platz vor der Haustüre nimmt eine zuvor unbekannte, bedeutende Rolle ein.

Autos beginnen zu weinen. Ihre Besitzer pendeln nicht und machen Homeoffice. Der NOx-Wert in der Atmosphäre geht weltweit zurück.

Es herrscht Verwirrung - wie viel Abstand muss ich halten?

Gebannt wird täglich die Durchseuchungsrate beobachtet. Die Herdenimmunität ist in weiter Ferne.

Corona-Geschäftsmodelle. Kontaktlose Lieferung.

Stay at home. Es wird entrümpelt.

Die Erde atmet auf während ihre Bewohner husten.

Humor in der Rezession.

Maßnahmenpakete.

Masktopia.

Die Auferstehung am 14. April. Viele Geschäfte öffnen nach mehreren Wochen wieder ihre Pforten.

Systemirrelevant.

Konzerte 2.0.

Die Bevölkerung ab 65 wird zur Risikogruppe Nummer 1. Man widmet sich lange unerledigten Garten- und Haushaltsarbeiten. Der Garten wird zum Rückzugsort in der Isolation. #stayathome heißt es.

Sonntagskaffee mit der Familie 2.0.

Die Kinder sind zuhause. Eine harte Zeit, auch für die Kuscheltiere.

Friseursalons bleiben wochenlang geschlossen. Immer mehr Leute trauen sich und greifen selbst zur Schere.

Die Maifeste werden gestrichen.